Willst du dein Herz
mir schenken, so fang'
es heimlich an,
dass unser Beider Denken
Niemand errathen kann.
Die Liebe muss bei Beiden
allzeit verschwiegen sein,
drum schliess' die
grössten Freuden in
deinem Herzen ein.
Behutsam sei und
schweige, und traue keiner Wand,
lieb' innerlich und
zeige dich aussen unbekannt.
Kein Argwohn musst du
geben, Verstellung nöthig ist,
genug, dass du,
mein Leben, der Treu' versichert bist.
Begehre keine
Blicke von meiner Liebe
nicht,
der Neid hat viele
Stricke auf unser Thun gericht.
Du musst die Brust
verschliessen, halt' deine Neigung ein,
die Lust, die wir
gemessen, muß ein
Geheimniss sein.
Zu frei sein,
sich ergehen, hat oft
Gefahr gebracht,
man muss sich wohl
verstehen, weil ein
falsch Auge wacht.
Du musst den Spruch
bedenken, den ich zuvor
gethan:
willst du dein Herz
mir schenken, so fang´
es heimlich an.
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Nach
der Textvorlage eines unbekannten Dichters
vertont von Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)
als "Aria di Giovannini", BWV 518
Notenbüchlein der Anna Magdalena Bach Nr. 37 (1725)